3 Investment Lernerfahrungen aus der Vergangenheit

Meine Investmentfehler: Die Vorgeschichte

Heute will ich etwas darüberschreiben, wie ich zum Investieren gekommen bin und vor allem, welche drei Fehler ich vor fünf Jahren von meinem heutigen Standpunkt aus gemacht habe.

Das erste Mal von Kryptowährungen habe ich 2013 gehört. Damals war ich noch mitten in meinem Bachelorstudium, habe mich aber immer für das Investieren und Investments generell interessiert.

Ich studierte Soziologie, setzte mich mit dem demografischen Wandel auseinander, schaute mir an, wie das deutsche Rentensystem funktioniert und wie viele Menschen in den nächsten 25 Jahren in Rente gehen. Schnell war für mich der Groschen gefallen, dass für meine Generation vielleicht noch ein hübsches Taschengeld ausgezahlt wird. Anlagen wie Lebensversicherungen waren für mich schon damals unattraktiv und sind allenfalls steuerlich begünstigter Schrott.

Relativ unfokussiert las ich mal hier, mal da über Themen wie passives Einkommen, finanzielle Freiheit, Vermögensaufbau, Unternehmertum und das Investieren generell. Mein Interesse war also immer da, nur hatte ich aus heutiger Sicht zu viele Blockaden, um etwas zu ändern. Meine drei größten Investmentfehler möchte ich heute gerne aufzeigen.

Investmentfehler 1: Mindset & Angst

Ich las schon immer gerne Storys über erfolgreiche Unternehmer und Investoren. Dabei schwangen vor allem mangelndes Selbstvertrauen und Neid mit, z.B. :

Das schaffen nur die anderen. Nicht ich.

Aus heutiger Sicht schmerzt es mich, damals so gedacht zu haben. Allerdings hatte rückblickend jede meiner Entscheidungen (oder besser Nichtentscheidungen) einen Sinn. Denn ich musste erst noch von einer Krise und einer Krankheit genesen.

Das Wunderbare daran ist, dass ich nun abgeklärter und reifer über manche Dinge nachdenke und meine Prioritäten habe.

Wie gesagt, schon 2013 hörte ich das erste Mal vom bitcoin. Ich glaube es war ein Artikel des Spiegel oder der Zeit, in dem über Kryptowährung berichtet wurde. Ich kann mich noch dunkel erinnern, dass 2013 der Preis für einen bitcoin bei 600 Dollar lag.

Investmentfehler 2: Unwissen & oberflächliche Recherche

Verdammt! 600 Dollar? Der ist ja viel zu teuer für mich!

Vom heutigen Standpunkt aus betrachtet kann ich darüber schmunzeln. Kein Mensch hätte die legendäre Entwicklung der Kryptowährung je kommen sehen, außer vielleicht Satoshi Nakamoto selbst. Diejenigen, die es prophezeit haben, wurden verspottet bzw. für verrückt erklärt.

Wie dem auch sei, ich möchte keine großen „Was hätte, wenn“-Szenarien aufmachen. In diesem Punkt – weil ich es als Lehrbeispiel auf diesem Blog publiziere – sei aber folgende alternative Handlung aufgeführt:

Was wäre, wenn ich mir die 5 Minuten Zeit für eine kurze Google-Recherche genommen hätte? Höchstwahrscheinlich wäre ich auf bitcoin.org gelandet. Falls die Seite der Bitcoin-Foundation damals schon so informativ aufgebaut war wie heute, hätte ich folgendes erfahren:

„Ah okay, bitcoin ist ja zerteilbar. Ich kann ja von meinem Studentenbudget für 50 € bitcoin kaufen.“

Im zweiten Schritte wäre der Jannik der Vergangenheit mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit auch auf die Idee gekommen zu googeln „Wie kaufe ich bitcoin“ und vielleicht hätte ich dann tatsächlich bitcoin auf Mt. Gox gekauft. Und vielleicht mitsamt wertvollen Private Keys auf der Börse gelassen und später verloren. Denn ich habe damals nicht den Sinn darin gesehen, mich mit anderen Investoren auszutauschen. Also Gleichgesinnte zu finden.

Investmentfehler 3: Fehlende Vernetzung

Hier ein weiterer Fehler bzw. falscher Glaubenssatz:

Es reicht, wenn ich alles selber recherchiere.

Ich hätte vermutlich die heftigen Emotionen, die das Investieren mit sich bringt, mit mir selbst ausgemacht. Und dabei die Wahrscheinlichkeit, gravierende Fehler zu machen, erhöht.

Damals verfügte ich noch nicht über dieses Netzwerk aus fantastischen und erfolgreichen Menschen. Vorbilder, mit denen ich mich immer austauschen kann. Die ihre Erfahrungen und Empfehlungen teilen. Zudem fehlte mir das Wissen um wichtige Prinzipien.

Die Quintessenz: Ehrlichkeit, Offenheit und Bereitschaft als fundamentale Prinzipien für erfolgreiches Investieren

In meinem Entwicklungsprozess bin ich heutzutage weiter. Ehrlichkeit, Offenheit und Bereitschaft sind fundamentale Prinzipien, die mein Handeln als Investor und Unternehmer leiten.  Mir ist wichtig, dass mein Mindset sich entwickelt. Das ist für mich mit täglicher Übung verbunden.

Rückblickend ist das wichtigste Investment somit jenes in mich. Egal ob es sich dabei um (1) meine Persönlichkeit, (2) meine Beziehungen, (3) meine Gesundheit oder (4) meine Spiritualität handelt. Die tägliche Arbeit in diesen Bereichen bedeutet, aus meiner Komfortzone herauszugehen. Doch dadurch bekomme ich erst die Möglichkeit zu wachsen.

Und Wachstum geht Schritt für Schritt mit Wohlstand einher.

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